Story

Mal ehrlich: Wer ist schon fehlerlos? Wo läuft alles rund?

Menschen, die keine Fehler machen gibt es nicht. Und PERFEKT ist doch auch irgendwie langweilig.

Dennoch reden wir – gerade in Deutschland – viel zu wenig über das, was schief lief. Mit dem Ergebnis, dass unsere Angst, Fehler zu machen, zu scheitern und womöglich geächtet zu werden, riesig ist. Das lähmt uns, Dinge einfach mal auszuprobieren oder neue Wege zu gehen und führt letztendlich zum Stillstand. Wäre es nicht schöner, wenn wir ohne Angst sagen könnten: „Wir machen das jetzt einfach! Und dann schauen wir mal.“

Die Fuckup Nights stellen sich dieser lausigen Fehlerkultur mit breiten Schultern und provokantem Namen entgegen und bringen Gründer*innen und Macher*innen auf die Bühne, die sich trauen, über ihr persönliches Scheitern zu sprechen. In lockerer Atmosphäre können wir ihnen lauschen und von ihnen lernen.

Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, fuck up bedeutet wörtlich übersetzt einfach nur „versauen“ oder „Scheiße bauen“. Was ist gut daran? Ganz einfach, wer einmal auf die Nase gefallen ist, enttäuscht wurde, am Abgrund stand oder viel Geld in den Sand gesetzt hat, weiß Risiken besser einzuschätzen als jemand, der immer nur auf Nummer sicher geht.

Wer einmal am Boden lag, wird beim nächsten Mal die richtigen Entscheidungen treffen. Und wer ein Projekt mal so richtig vergeigt hat, hat auch was zu erzählen und erinnert uns alle daran, das menschliches Lernen am besten über Ausprobieren funktioniert. Kleinkinder machen durchschnittlich 2.368 Schritte täglich, legen dabei 700 Meter zurück und fallen 17 Mal pro Stunde auf die Nase, bevor sie früher oder später selbstständig laufen können.

Scheitern ist ein wichtiger Baustein in jedem kreativen Prozess. Ein Fuckup ist nicht das Ende sondern der Anfang einer innovativen Entwicklung.

Diesen Spirit wollen wir in der Gesellschaft etablieren. Gerade in Deutschland ist es zu oft Tabu, über Unzulänglichkeiten zu sprechen. Ob im Sport, im DAX-Vorstand oder in der Politik: Wer eine Fehlentscheidung getroffen hat, wird abgesägt. Offen über Probleme zu sprechen, gilt noch immer als Karrierekiller Nummer 1.

Die Fuckup Nights sind ein Event-Format, auf dem mutige Menschen zu ihren größten Fehlern stehen und öffentlich über ihre schwierigsten Momente reden. Ausgehend von Mexiko ist in den letzten 5 Jahren eine weltweite Bewegung mit mehr als 15.000 Fans entstanden. 192 Städte in 67 Ländern veranstalten Events rund ums Scheitern. Schwerin ist seit 2019 dabei und lädt alle 3-4 Monate zum Austausch ein.

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